... vermisst seinen Besitzer und möchte in der Kita Pelikan, Friedrichstr. 129, Berlin abgeholt werden.
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Seit der Demo im letzten Jahr hat sich an der Aktualität dieses Themas nichts gebessert — und wieder rufe ich auf, mit zu Demonstrieren gegen die von der Politik geforderten Überwachungsmaßnahmen. Die Demo beginnt dieses Jahr am 12. September um 15 Uhr am Potsdamer Platz.
Die von der Politik geforderten Überwachungsmöglichkeiten werden als notwendig für den Schutz der Sicherheit dargestellt, bringen aber real kein bisschen Sicherheit sondern schränken durch die Totalüberwachung aller, d. h. auch der unverdächtigen Bürger grundlegende und im Grundgesetz verankerte Freiheitsrechte (wie z. B. das Recht auf Privatheit) massiv ein.Mehr Informationen zur Demo und ihren Zielen sind auf der Homepage der Veranstalter, dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, zu finden.
Leider kann ich dieses Jahr aus familiären Gründen nicht selbst an der Demo teilnehmen. Ich hoffe, dass mein Aufruf dennoch den einen oder anderen motiviert, nach Berlin zu fahren. Ich wünsche euch viel Spaß!
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Viele fragen sich, was denn eigentlich der ganze Wirbel um den Datenschutz soll. "Ich habe doch nichts zu verbergen" heißt es oft. Und was ist denn daran so schlimm, dass man für 850,- Euro Millionen von personenbezogenen Daten kaufen kann.
Ich glaube das Problem wird verständlicher, wenn man sich klar macht, dass personenbezogene Daten letztendlich Wissen über die jeweilige Person sind. Und, wie Francis Bacon schon vor einiger Zeit ganz richtig erkannte: "Wissen ist Macht!" In Anlehnung an Francis Bacon und übertragen auf die heutigen Probleme sage ich: Personenbezogene Daten sind Macht!
In der Diskussion darüber, wer welche und wieviele Daten über Personen sammeln (im amtsdeutsch "erheben") darf, geht es also eigentlich darum, wer wieviel Macht haben soll. Unsere Volksvertreter, die unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung mehr Informationsrechte (etwa Abhörmaßnahmen und Aufzeichnung von Telekommunikationsdaten) für den Staat fordern, wollen also eigentlich dem Staat zu mehr Macht verhelfen. Dieses Verhalten widerspricht fundamental dem Geiste einer freiheitlich demokratischen Grundordnung, einem Grundprinzip der Bundesrepublik Deutschland. Eines Innenministers der Bundesrepublik Deutschland ist solches Verhalten nicht würdig.
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Am 11. Oktober 2008 findet in Berlin die vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung organisierte Demo gegen die jüngsten politischen Entwicklungen in Richtung eines totalitären Überwachungsstaates unter dem Motto "Freiheit statt Angst" statt. Treffpunkt ist 14:00 Uhr am Alexanderplatz.
Wer noch nicht weiß, wie er hinkommen kann: Der FoeBuD e.V. (bekannt durch die jährliche Verleihung des BigBrother-Awards für herausragende Schlampereien im Datenschutz) organisiert Reisebusse aus allen möglichen Städten in Deutschland. Eine Hin- und Rückfahrt ab Karlsruhe kostet derzeit 85,60 €.
Bitte informiert euch über die Demo und macht ganz viel Werbung. Ich war letztes Jahr schon dabei, und war genauso wie die Veranstalter überrascht, dass etwa 15.000 Leute kamen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen (Telekom-Skandal oder Callcenter-Datenhandel sind nur herausragende Beispiele) ist das Thema aktueller denn je, so dass es dieses Jahr noch mehr werden müssen. Helft alle mit, dass es klappt!.
posted at: 10:23 | path: /Weitersagen | permanent link to this entry
Schon gewusst, dass CDU, CSU und SPD am 9. November 2007 ein Gesetz beschlossen haben, dem zufolge ab diesem Jahr nachvollziehbar sein wird, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat? Bei Handy-Telefonaten und SMS wird auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten. Anonymisierungsdienste werden verboten.
... ja, natürlich schon gewusst! Aber ist dir das etwa egal? Wenn nicht, komm mit zur Demo "Freiheit statt Angst" am 11. Oktober 2008 in Berlin, 14:00 Uhr am Alexanderplatz. Die Demo wird vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung organisiert.
Das Motto "Freiheit statt Angst" ist zwar eigentlich ein Fehlgriff, denn selbst wenn wir als Gesellschaft Freiheit wagen, wird es immer Angst geben. Aber mir ist die Angst mit Freiheit lieber als Angst mit Sicherheit (oder "mit Sicherheit Angst"?). Oder mit anderen Worten: "Lieber Angst vor der Freiheit als in der Sicherheit gefangen". Trotzdem ist die gemeinte Grundaussage der Demo richtig, deswegen sagt es weiter und kommt mit...
So, nun genug herumphilosophiert. Man sieht sich in Berlin...
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Der beste Datenschutz besteht (entsprechend dem Grundsatz der Datenvermeidung) darin, garkeine Daten zu erheben. Wenn man diesen Grundsatz nicht berücksichtig, wie es in zahlreichen aktuellen Gesetzesentwürfen der Bundesregierung der Fall ist (z.B. Speicherung der Telekommunikationsverbindungsdaten für 6 Monate), kann sowas passieren, wie vor Kurzem in England: Daten gehen "verloren".
Pikant ist die ganze Geschichte in England besonders dadurch, dass man mit nur wenigen und vergleichsweise einfachen Fragen zur Identität fast alle Kauf/Buch/Bank etc. -geschäfte am Telefon erledigen kann — inclusive der Bank einen Umzug mitzuteilen...
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Wer etwas in meinem Blog zurückblättert erinnert sich vielleicht noch daran: Es gibt einen neuen Dokumentarfilm über den Computer-Pionier und MIT-Professor Josef Weizenbaum, der unter anderen durch die Erfindung des ersten Chatbots bekannt wurde: ELIZA. Wie Weizenbaum zum Computer-Kritiker wurde und was es da eigentlich zu kritisieren gibt kann man in diesem Dokumentarfilm erfahren — und zwar am Freitag, den 18. Mai 2007 Der Eintritt ist dank der finanziellen Beteiligung der Fakultät für Informatik kostenlos. |
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Das Wort Transparenz (von lat. trans "(hin)durch" und parere "sich zeigen, scheinen") wird im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet wenn ausgedrückt werden soll, dass die mit einer Aktion verbundenen Vorgänge sichtbar, d.h. klar und verständlich und ohne weiteres von unabhängigen Personen nachvollziehbar sind.
Beispiel: Wenn ich eine Fahrkarte für den KVV kaufe weiß ich, dass ich diese bei Fahrtbeginn an einem Entwerter entwerten muss. Beim Entwerten der Fahrkarte wird in einem dafür vorgesehenen Feld das Datum und die Uhrzeit der Entwertung aufgedruckt. Ab diesem Zeitpunkt ist die Fahrkarte für jeden — nicht nur für den Kontrolleur — nachvollziehbar gültig. In Verbindung mit gelegentlichen Kontrollen ermöglicht dieser Ablauf ein gewisses Vertrauen zwischen den Fahrgästen und dem KVV: Die Straßenbahnfahrer können sich auf's Fahren konzentrieren und ich als Fahrgast sehe schwarz auf weiß auf meine Fahrkarte aufgedruckt ab wann meine Fahrkarte gültig ist und brauche mich also (wenn ich nicht zwischendurch die Fahrkarte verliere) vor Kontrollen nicht zu fürchten.
Der Begriff der Transparenz hat in der Informatik unglücklicherweise eine zu diesem Verständnis diametral entgegengesetzte Bedeutung: Wenn Informatiker von Transparenz reden, meinen sie, dass die mit einer Aktion verbundenen Vorgänge verborgen, vertuscht, für den Betroffenen der Aktion möglichst sogar nicht wahrnehmbar gemacht werden.
Beispiel: Wenn ich mich bei der Arbeit an einen $RECHNER setze, mich anmelde und einen $EDITOR starte, um die Datei in meinem $HOME-Verzeichnis /home/lenk/TODO-Liste.txt zu bearbeiten, wird diese Datei in Wirklichkeit garnicht auf dem $RECHNER geöffnet (sie existiert nichtmal auf diesem $RECHNER) sondern auf einem ganz anderen Rechner, $SERVER genannt, geöffnet, obwohl im vollständigen Namen der Datei /home/lenk/TODO-Liste.txt nicht im entferntesten die Rede vom $SERVER ist. Vor mir wird verborgen, dass dieser $SERVER sogar in einem ganz anderen Raum steht. Würde ich den $RECHNER auseinandernehmen und mich auf die Suche machen, wo genau in seinen Bestandteilen meine TODO-Liste zu finden ist — ich würde sie nicht finden.
Diese vielleicht beunruhigende Tatsache ist nichts Neues. Die Transparenz im Sinne der Informatik ermöglicht etliche Bequemlichkeiten z.B. ermöglicht sie überhaupt erst, Rechneransammlungen ab einer bestimmten Größe zu managen und zu warten. Mein Anliegen ist es bloß, auf diese unglückliche Begriffswahl der Informatiker aufmerksam zu machen.
Besonders gefährlich wird es, wenn die verschiedenen Auffassungen von Transparenz vermengt werden. Dies passiert z.B. wenn Informatik in Bereichen eingesetzt wird, in denen eher von dem Klarheit und Nachvollziehbarkeit schaffenden Verständnis der Transparenz ausgegangen wird. Wahlen in einer Demokratie sind zu einem erheblichen Ausmaß darauf angewiesen, dass sie nachvollziehbar sind. Bei den letzten Bundestagswahlen wurden in einigen Wahlkreisen Wahlcomputer verwendet, die die Stimmen im Gerät selbst zählen und am Ende der Wahl nur die Summen der pro Wahlvorschlag gezählten Stimmen ausgibt. Die bei Wahlen gesetzlich geforderte Transparenz im Sinne der Nachvollziehbarkeit sehe ich daher — gerade vor dem Hintergrund des gegensätzlichen Verständnisses der Transparenz in der Informatik — nicht mehr gewährleistet.
Ulrich Wiesner hat die Vorgänge rund um die Verwendung von Wahlcomputern in Deutschland verfolgt und dokumentiert. Neben einigen anderen hat er gegen die Verwendung der Wahlcomputer Wahleinspruch erhoben, der allerdings am 14. Dezember 2006 abgelehnt wurde. Für eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht sucht er nun Unterstützer: 100 Wahlberechtigte müssen dieser Beschwerde durch Unterschrift beitreten.
Daher mein Aufruf: Unterstützt die Verfassungsbeschwerde in dem ihr die auf der Homepage von Ulrich Wiesner verlinkte Unterstützungserklärung unterzeichnet und möglichst bald ("bis Mitte Januar") an ihn zurückschickt.
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Per Flaschenpost wurde mir gerade übermittelt, dass der Dokumentarfilm "Weizenbaum. Rebel at Work" von Peter Haas und Silvia Holzinger fertig geworden ist. Ganz typisch für eine Flaschenpost ist mir nicht klar, wer eigentlich der Absender der Nachricht ist. Aber vielleicht tut das auch einfach nichts zur Sache. Interessant ist der Inhalt dennoch: Dokumentarfilm: Weizenbaum. Rebel at Work. Mal sehen, ob es gelingt, diesen Film auch an der Uni Karlsruhe zeigen zu lassen. Die Fachschaft Mathematik/Informatik wird darüber auf jeden Fall berichten. |
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