Viele fragen sich, was denn eigentlich der ganze Wirbel um den Datenschutz soll. "Ich habe doch nichts zu verbergen" heißt es oft. Und was ist denn daran so schlimm, dass man für 850,- Euro Millionen von personenbezogenen Daten kaufen kann.
Ich glaube das Problem wird verständlicher, wenn man sich klar macht, dass personenbezogene Daten letztendlich Wissen über die jeweilige Person sind. Und, wie Francis Bacon schon vor einiger Zeit ganz richtig erkannte: "Wissen ist Macht!" In Anlehnung an Francis Bacon und übertragen auf die heutigen Probleme sage ich: Personenbezogene Daten sind Macht!
In der Diskussion darüber, wer welche und wieviele Daten über Personen sammeln (im amtsdeutsch "erheben") darf, geht es also eigentlich darum, wer wieviel Macht haben soll. Unsere Volksvertreter, die unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung mehr Informationsrechte (etwa Abhörmaßnahmen und Aufzeichnung von Telekommunikationsdaten) für den Staat fordern, wollen also eigentlich dem Staat zu mehr Macht verhelfen. Dieses Verhalten widerspricht fundamental dem Geiste einer freiheitlich demokratischen Grundordnung, einem Grundprinzip der Bundesrepublik Deutschland. Eines Innenministers der Bundesrepublik Deutschland ist solches Verhalten nicht würdig.
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